Claudia Zimmermann will Landrätin werden
Landratswahl Claudia Zimmermann wird SPD-Kandidatin für die Zellner- Nachfolge.

Claudia Zimmermann
„Sie hat das Mich- Zimmermann-Gen im Blut.“ Der SPD-Kreisvorsitzende Eduard Hochmuth nannte es so, worauf seine Partei mit der designierten Landratskandidatin setzt: Claudia Zimmermann ist die Tochter des SPD-Altbürgermeisters Michael Zimmermann, der von 1956 bis 1984 mit seinem schlitzohrigen Witz die Kreisstadt steuerte. Er und sein politischer Widersacher, CSU-Landrat Max Fischer, wurden legendär in der Landkreis-Politik – wie „Don Camillo und Peppone“.
„Ich habe Hummeln im Hintern!“ Claudia Zimmermann sagte es so, als sie sich am Freitag im Randsbergerhof der Presse als Kandidatin vorstellte. Am Abend zuvor war sie vom Kreisvorstand „einstimmig“ vorgeschlagen worden, so Hochmuth. Die offizielle Nominierung findet am Mittwoch, 28. April, um 19 Uhr im Chamer Hotel am Regenbogen (Kolpinghaus) statt. Dazu sind alle Mitglieder aus den Ortsvereinen des SPD-Kreisverbandes eingeladen.
Die SPD-Spitze stellte sich schon am Freitag demonstrativ neben Claudia Zimmermann. Kreisvorsitzender Edi Hochmuth: „Claudia ist das schönste Produkt der Chamer SPD. Männer, zieht euch warm an!“ SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Kerscher: „Sie hat alle Fähigkeiten für dieses Amt.“ Sepp Berlinger, SPD-Bürgermeister in Neukirchen b. Hl. Blut: „Der Bürger wählt den Landrat nicht nach der Größe der Partei, sondern er will wissen, was der Kandidat wirklich will.“
„Nicht um den heißen Brei herumreden!“ So steht es in dem Papier, mit dem Claudia Zimmermann ihre Ziele und Strategie beschreibt. Jetzt schon „heiß diskutierte Baustellen“ benannte sie als „Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre“. In Stichworten: „Berufsschule – Krankenhäuser – Ausbluten des ländlichen Raumes – finanzielle Leistungsfähigkeit der Kommunen – Weiterentwicklung unserer Energie und Umweltpolitik“. Und sie wolle sich „an die Herkulesaufgabe heranwagen, die Kirchturmpolitik aus den Köpfen herauszubringen“. Denn, so Zimmermann: „Tatsache ist, dass der Konkurrent nicht im nächsten Dorf oder Rathaus sitzt.“ Das gelte auch bei der Berufsschule- oder Krankenhausfrage. Die SPD-Kandidatin: „Die Weichen dafür werden an ganz anderer Stelle getroffen.“
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